Das Geleucht |
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Seit Herbst 2007 erhebt sich auf der Halde Rheinpreussen in Moers-Meerbeck ein weithin sichtbarer ca. 30 m hoher Lichtturm, welcher in seiner Form an die Grubenlampe erinnert, welche die Bergleute früher für Arbeiten unter Tage benötigten. Bei Dunkelheit strahlt die "Grubenlampe" mit ihrem typischen Schein, während der darunter liegende Hang rubinrot beleuchtet ist und und an flüssiges Eisen erinnert. Auf diese Weise symbolisiert dieses Kunstwerk die Industrien, die die das Land an Rhein und Ruhr geprägt haben: die Steinkohlenbergwerke, die Eisenhütten und Stahlwerke, mit einem Wort: die Montanindustrie. Seit 1989 sind im Steinkohlefördergebiet zwischen dem Niederrhein und Hamm zahlreiche stillgelegte Anlagen der Montanindustrie neuen Verwendungungen zugeführt worden. Aus Zechen, Eisenhütten und Bergehalden wurden z.B. Veranstaltungsorte, Technologiezentren, Erholungsparks und Naturschutzgebiete. Aus einer Reihe markanter Bauten und Erhebungen enstand ein Netz von "Landmarken". Der Entwurf für die Landmarke auf der Halde Rheinpreussen stammt von dem renommierten Künstler Otto Piene, welcher Mitbegünder der Düsseldorfer ZERO-Gruppe ist. Er stellte seine Idee erstmalig im Herbst 1999 auf einer Ausstellung in der Ludwig-Galerie Schloss Oberhausen unter dem Titel "Geleucht" vor.
Das Projekt begeisterte einige kunst- und industriegeschichtlich interessierte Personen so sehr, dass sie einen Förderkreis gründeten, Sponsoren warben und den Regionalverband Ruhr (RVR) als Eigentümer der Halde zur Trägerschaft initiierten. Nachdem das Land Nordrhein-Westfalen bzw. die Bezirksregierung Düsseldorf sich mit einem maßgeblichen Anteil an der Finanzierung beteiligte, konnte in den Jahren 2006 und 2007 die Landmarke errichtet werden. Seitdem ist das Geleucht auf der Halde Rheinpreussen ein vielbesuchter touristischer Höhepunkt am linken Niederrhein. Vom Parkplatz am Haldenfuß im Bereich der Römerstraße führt ein gut befestigter Weg auf die Haldenkuppe. Vom Plateau und von der Besucherplattform des Geleuchts bietet sich ein beindruckender Blick auf die Naturlandschaft des Niederrheins und die Industriekulisse Duisburgs und der angrenzenden Städte. Nähere Informationen zu den angesprochenen Punkten finden Sie auf den weiteren Seiten dieser Website. |
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Für an der Geschichte der Landmarke Interessierte gibt es im Buchhandel einen Bildband.
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